Frauenlob III

 

 

Kleiner geschützter Kreutzer 16. Oktober 1918 - 1921 (Abgewrackt)

 

Die dritte im Bunde war ein mit der Baubezeichnung "Ersatz Königsberg" in Bau gegebener kleiner geschützter Kreuzer. Er lief am 16. Oktober 1918 vom Stapel.

 

13 Monate jedoch vor der Fertigstellung wurde ein Baustopp verfügt und der Weiterbau des bis zum Oberdeck fertiggestellten Schiffes eingestellt, da inzwischen am 11. November 1918 die von den Alliierten gesetzten Waffenstillstandsbedingungen vor der deutschen Regierung angenommen worden waren. Der am 23. Juni 1919 in Versailles unterzeichnete Friedensvertrag bestimmte dann, dass alle im Bau befindlichen Kriegsschiffe abzuwracken seien. So wurde der Rumpf des auf der kaiserlichen Werft in Kiel erbauten Schiffes 1921 bei den Deutschen Werken in Kiel abgewrackt und der Baustoff friedlichen Zwecken zugeführt.

 

Die "FRAUENLOB" sollte als Schwesterschiff zu den 10 Schiffen der KÖLN (H) Klasse, von denen aber nur "CÖLN" und "DRESDEN" in Dienst gestellt worden sind. "WIESBADENII", "MAGDEBURG II", "LEIPZIG II" und ROSTOCK II" befanden sich mit der "FRAUENLOB" gegen Kriegsende in der Ausrüstung, 3 weitere Schiffe lagen noch auf dem Stapel.

So hatte die "FRAUENLOB" ausgesehen

 

 

Sie sollte 5600 bzw. 7486 t maximal verdrängen. Sie war über alles 156 m lang. Die größte Breite betrug 14,3 m und der Tiefgang war 6,43 m berechnet. Der Antrieb sollte über zwei Propeller erfolgen, die von 2 Turbinensätzen angetrieben wurden. Den Dampf sollten 14 Marinekessel, davon 6 für Ölfeuerung liefern.

 

Die Antriebsanlage war mit einer Leistung von 31000 PSw für 27,5 kn Fahrt ausgelegt. Der Fahrbereich sollte ca. 5000 sm bei einem Brennstoffvorrat von 1500 t Kohle und 1050 t Öl betragen.

Als Bewaffnung waren :

 

  • 8 x 150 mm Schnellfeuerkanonen
  • 3 x   88 mm Flak
  • 4 x 600 mm  Torpedorohre

 

vorgesehen. Außerdem konnten 200 Minen an Bord genommen werden. Die Torpedorohre sollten zu je 2 über und unter Wasser angeordnet sein.

 

Die "FRAUENLOB" III ist als Namensgebung eine Ausnahme im Bauprogramm der kleinen Kreuzer, da seit 1903 nur noch Städtenamen verwendet worden sind. Die Namensgebung ist nur den Kampfeinsatz der zweiten "FRAUENLOB" in der Skagerrak-Schlacht zu erklären, da die kaiserliche Marine nur Ihre älteren kleineren Kreuzer mit den traditionellen Namen der Schiffe der früheren Flotte und königlich-preußischen Marine bedachte und 1903 mit der BREMEN-Klasse zu Städtenamen überging.

 

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© Mark Bergemann